Der Gasthof Zur Post war - wie der Name schon verrät - einst Anlaufstation für die Postkutschen, wo die Reisenden absteigen konnten. Nächtigung in gemütlichen Zimmern, genussvolles Essen und Trinken in der Gaststube oder im Gastgarten, während derweil die Pferde im Stall versorgt wurden - und schon konnte die manchmal recht lange und holprige Fahrt weitergehen.
Fast alle Lokale haben einen Bezug zur Österreichischen Post – die einen, weil sie einst eine Nachrichten- oder Kutschenstation beherbergten, die anderen wiederum, weil sie dank ihrer Nähe zum Postamt geselliger Treffpunkt von Briefträgern, Boten und Kutschern, auch Postillione genannt, wurden. Auch Ausflugsgäste und „Hiesige“ kehrten und kehren gerne ein.
Vom „Postwirt“ bis zum klassischen „Hotel-Gasthof zur Post“
Das Posthorn, traditionelles Blechblasinstrument, wurde eingesetzt, um die Ankunft der Kutsche zu signalisieren, damit der Postwirt für Unterkunft und Verpflegung sorgen konnte und Pferde- bzw. Kutschenwechsel vorbereitet wurde. Auch zum Aufbruch wurde das Horn geblasen, um säumige Mitfahrende zu mahnen.
Gasthöfe, Restaurants, Kaffeehäuser, Hotels, Pensionen und Weinstuben – viele führen auch heute noch die traditionelle „Post“ in ihrem Namen, vom klassischen Wirtshaus bis hin zum 5-Sterne-Wellness-Hotel.